Meine Geschichte


Als Kind wuchs ich in einer liebevollen und behüteten Familie auf. Ich war ein fröhliches Kind und hatte eine schöne Kindheit. Ich fühlte mich jedoch anders. Ich hatte das Gefühl, das irgendetwas mit mir nicht stimmt. Mit 24 Jahren machte mich ein Arzt auf den Begriff "Hochsensibilität" aufmerksam.

Da ich mit dieser Bezeichnung nicht vertraut war informierte ich mich im Internet und las das Buch von Sylvia Harke "Hochsensibel - was tun?". Da fiel es mir wie Schuppen vor den Augen und eine riesengrosse Last schien endlich von mir zu weichen.

Zu diesem Thema Hochsensibilität gibt es immer noch viel zu erforschen. Erstmals wurde diese Bezeichnung 1997 von der US-Psychologin Elaine Aron definiert und findet seitdem immer mehr Beachtung. Hochsensibilität ist weder eine Störung noch eine Krankheit. Sie ist eine Veranlagung und kann zum Beispiel durch ein Trauma ausgelöst werden.

Diese Veranlagung ist Segen und Fluch zugleich. Hochsensitive Menschen sind besonders empathisch und können dadurch besser auf die Bedürfnisse ihrer Mitmenschen eingehen. Ausserdem sind sie wahre Experten für Emotionen. Sie können sich unglaublich gut in Menschen hineinzuversetzen.

Andererseits werden Gerüche und Geräusche intensiv wahrgenommen.

Das Abgrenzen fällt schwer, denn alles wird ungefiltert wie ein Schwamm aufgesaugt. Dies kann zur Erschöpfung und weiteren körperlichen Beschwerden führen.

Dank mentalem und autogenem Training fand ich einen Weg damit umzugehen. Mittlerweile betrachte ich diese Veranlagung als grosses Geschenk und bin dankbar dafür.

Warum ich dir das erzähle?

Weil vielleicht ein Kind mit einer solchen Veranlagung in deiner Klasse sitzt.

Ein Kind, das häufig als Sensibelchen bezeichnet wird.

Ein Kind, das seine Emotionen (Freude, Wut, Trauer) offenherzig zeigt.

Ein Kind, das schnell mit lauten Geräuschen überfordert ist.

Ein Kind, das extrem harmoniebedürftig ist.

Ein Kind, das körperlich auf Stresssituationen reagiert.

Mit diesem Kind ist alles in Ordnung. Und lernt dieses früh mit dieser Veranlagung umzugehen, wird sein Leben dadurch bestimmt positiv geprägt.

Ich möchte dich mit meiner Geschichte für diese Thematik sensibilisieren. Auf dieser Seite findest du die wichtigsten Fakten zur Hochsensiblität kompakt zusammengefasst.

Abschliessend möchte ich erwähnen, dass ich keinen ärztlichen oder wissenschaftlichen Hintergrund habe und dieses Thema aus der Sicht einer Betroffenen erläutere. Somit kann und stelle ich keine Diagnose. Ich danke dir für die Kenntnisnahme, für dein Interesse und für unser wertvolles Miteinander.

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